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Online Akademie für Tiertherapeuten

Was sind Gelenkblockaden und wie beeinflussen sie den Organismus?

Was Gelenkblockaden sind und wie sie den Organismus des Hundes beeinflussen können möchte ich dir gern näher erklären, weil es für die Arbeit als Hundephysiotehrapeut unerlässlich ist.

Ein Gelenk ist eine bewegliche Verbindung zweier oder mehr Knochen und ergeben so zusammen ein Segment.

Eine Gelenkblockade ist eine Funktionsstörung dieses Segments, die reversibel ist.

Reflektorisch werden Muskeln und Sehnen so beeinflusst, dass sie beeinträchtigt werden und so zu einer Störung des Bewegungssegmentes führen. Zurück bleibt der Verlust an Beweglichkeit, Muskelschmerzen, Hautschmerzen und Organstörungen.

Im Prinzip kann jedes Gelenk blockieren. Am häufigsten sind aber die Wirbelsäulengelenke betroffen.

An jedem Wirbel finden sich sowohl an der Ober -als auch an der Unterseite Gelenkfortsätze, über die die Wirbel mit einander verbunden sind. Diese nennt man auch Facettengelenke.

Verspannt sich die kleine Muskulatur, die sich Gelenksnah befindet, wird die Beweglichkeit des betroffenen Facettengelenks eingeschränkt. Das wird Blockierung genannt.

Auf welche Weise beeinflussen Wirbelblockaden den Organismus des Hundes?

Es bestehen Verbindungen zwischen der Wirbelsäule und den inneren Organen. Durch die Beeinflussung der Spinalnerven, kommt es zu Irritationen spezifischer Organe, die man direkt den jeweiligen Spinalnerven zuordnen kann.

Grob kann man Spinalnerven der Halswirbelsäule folgenden Organen zuordnen:

  • Kopf
  • Gesicht
  • Hals
  • Schilddrüse
  • Schulter
  • Ellenbogen

Spinalnerven der Brustwirbelsäule werden diesen Organen zugeordnet:

  • Luftröhre
  • Speiseröhre
  • Vordere Extremität
  • Herz
  • Brustkorb
  • Lunge
  • Leber
  • Gallenblase
  • Magen
  • Bauchspeicheldrüse
  • Milz
  • Knie
  • Niere, Nebenniere
  • Dünndarm
  • Blutkreislauf
  • Eileiter

Spinalnerven der Lendenwirbelsäule können diese Organe beeinflussen:

  • Dickdarm
  • hintere Extremität
  • Blase
  • Dickdarm
  • Prostata

Was sind die Ursachen für Wirbelsäulenblockaden?

  • Verschleiß der Wirbelsäule
  • Akute Überbelastung der Wirbelsäule

Folge: Wirbelsäulensegmente verschieben sich minimal gegeneinander – Nerven in den Gelenkkapseln werden dauerhaft gereizt, die Antwort darauf – die größere Rückenmuskulatur verspannt sich, das ist schmerzhaft und führt zu Schonhaltungen, die nicht physiologisch sind. Verspannungen nehmen zu, ein Teufelskreis aus Schmerzen und Verspannungen entsteht.

Wann muss man als Therapeut aufmerksam werden?

  • unspezifische Lahmheiten
  • Pass-Gang
  • schleppender oder steifer Gang
  • abgeschliffene Krallen (Überköten)
  • veränderte Sitzposition und der Hund liegt ggf. vorwiegend nur auf einer Seite
  • Akute Rücken- und Nackenschmerzen
  • Schmerzäußerungen bei bestimmten Bewegungen oder beim Hochheben
  • Überempfindlichkeit bei Berührung
  • Leck-Ekzeme an Beinen oder Pfoten
  • Bevorzugen einer Seite beim Liegen
  • Unterschiede in der Haarstruktur
  • Harnträufeln
  •  Inkontinenz
  • Unvermögen Kot zu halten
  • Verdauungsprobleme
  • Atemprobleme
  • chronische Ohrentzündungen
  • chronische Analbeutelentzündungen
  • Allergien
  • Läufigkeitsprobleme
  • Uvm.

Was gibt es als Therapeut zu tun?

Als erstes ist es natürlich das wichtigste eine solche Wirbelsäulenblockade aufzufinden um sie dann mit Hilfe bestimmter Techniken lösen zu können.

Ich zeige dir gern wie einfach die Diagnostik und Therapie mit meinem selbst entwickelten 5 Punkte-Palpations-Programm sein kann.

Schau dir dazu sofort meine Gratis Videoserie „keep it up“ Hundewirbelsäule an.

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