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Wie du die Muskulatur eines Hundes aufbauen kannst!

Wie du die Muskulatur eines Hundes aufbauen kannst?

Diese Frage kann sich für Hunde jeden Alters stellen. Was ich damit genau meine, erkläre ich dir hier an einem Beispiel.

Nehmen wir mal den Junghund. Ein sehr klein gezüchteter Hund, zB ein Chihuahua, hat bereits noch bevor er ein Jahr wird, ein auffälliges Gangbild. Immer mal wieder sieht man diese kleinen niedlichen Geschöpfe plötzlich ein paar Schritte auf drei Beinen hüpfen. Warum wohl? Bei diesen Toy-Rassen ist die Führungsrinne für die Kniescheibe nicht richtig ausgebildet durch die zu starke Kleinzüchtung. Dadurch rutscht die Kniescheibe immer mal wieder aus dieser Rinne heraus, es handelt sich hier um eine Patellaluxation, meist Grad 2. Das bedeutet, der Hund versucht während der weiteren vorwärts Bewegung das betroffene Bein nach stark nach hinten zu strecken, so dass die Kniescheibe wieder in die Rinne rutscht und er es wieder benutzen kann, was auch gelingt. Nun muss man das nicht immer gleich operieren, macht man aber nichts, kann sich daraus eine Kniegelenksarthrose entwickeln, weil es dort immer wieder zu Mirkotraumata mit daraus entstehenden Entzündungen kommt.

Die Physiologie der Kniescheibe

Die Kniescheibe ist eingebettet in, den M. quadriceps femoris, der besteht aus 4 Teilen, ein Teil verläuft über das Knie an das Schienbein, M. rectus femoris. Genau in diesem Muskelteil ist die Patella, also die Kniescheibe eingelagert. Baust du also den Oberschenkelmuskel schon im Heranwachsen die bei einer solchen Problematik auf und sorgt dafür, dass sich genügend Kollagen in die Sehnen einlagert, kann man bis ins hohe Alter um eine OP herum kommen.

Jedes Gelenk profitiert davon, von einem starken Muskel umgeben zu sein und bewegt zu werden.

Und beim alternden Hund ist es genauso von Vorteil dem Muskelabbau entgegen zu wirken, gerade wenn sich langsam arthrotische Veränderungen der Gelenke entwickeln, kannst du diese mit kräftiger Muskulatur gut stabilisieren.

Damit der Muskelaufbau optimal betrieben werden kann, muss das Krafttraining systematisch geplant werden. Hierbei hilft ein Trainingsplan. Der Trainingsplan gibt vor, wie das Training strukturiert werden soll, damit es zu dem gewünschten Erfolg führt.

Das Training bezieht verschiedene Arbeitsweisen der Muskulatur mit ein. Zum einen die konzentrische Arbeitsweise, die exzentrische Arbeitsweise und zum anderen die statische Arbeitsweise.

Konzentrische – Exzentrisch – Statisch

Die konzentrische Arbeitsweise, auch positiv dynamische Muskelarbeit genannt, arbeitet Widerstände überwindend, das bedeutet, dass die Muskulatur sich verkürzt. Dazu zählen Bewegungsübergänge, wie Sitz, Platz, Steh, oder High Five.

Die exzentrische Arbeitsweise, auch negativ dynamische Muskelarbeit genannt, arbeitet Widerständen entgegen, der Muskel dehnt sich um zB. Gewicht abzufangen. Du kannst den Hund zB. Rückwärts auf ein Hindernis laufen lassen, oder mit Gewichten laufen lassen.

Die statische Arbeitsweise der Muskulatur, auch isometrische Muskelarbeit genannt, der Muskel verändert sein Länge nicht  und leistet trotzdem Arbeit. Das kannst du jederzeit und überall mit dem Hund machen. Am besten allerdings auf einem Wackelbrett, einem Trampolin oder auf einem Balance-Kissen.

Muskelaufbau beim gesunden Hund

Auch wenn du einen scheinbar gesunden Hund hast, solltest du solche Übungen immer während des Gassigehens oder während dem Training mit einbeziehen. Das trainiert nicht nur die Muskulatur sondern macht auch ein gutes Mensch-Hund Team aus!

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